Stand der Dinge im neuen alten Zuhause


"Take one, two, or three exposures, swift, surely, and decisively, and then move on, first thought, best thought ... when one releases a second time, there is already a moment lost." Robert Frank

Nicht denken, fotografieren. Erster Gedanke, bester Gedanke - der Intuition folgen. Gefolgt bin ich ihr und bin da wo ich glücklich bin. Zurück zu dem was Fotografie für mich ist und hin zu dem was sie noch werden wird für mich. Portraits und Reportagen zu fotografieren, die authentisch sind und nah. Ich will immer noch die Dinge lassen wie sie sind. Und ich denke ich werde noch einen Schritt weiter gehen.

Ist es wieder Herbst? Ja es ist Herbst, schon. Auch wenn es hier sehr ruhig geworden ist geschahen und passieren dennoch aufregende Dinge. Hochzeiten auf der Alm und in italienischen Palazzi, Film- und Fotoproduktionen in Praxen, in Ateliers, da draussen, auf dem Wasser und an Land. Letzten Samstag habe ich meine letzte Hochzeit in dieser Saison fotografiert, Nebel und Regen, Sonne kann jeder. Ich höre meine Kamera, sie macht klick klick klick. Pause. 

Ich will hier nicht mehr die Dinge so lassen wie sie sind. Ich muss gehen. Ich brauche mehr Platz. Ich werde umziehen. Meine Bilder werde ich hier lassen, vorerst. Bis sie einen neuen Raum gefunden haben. Bevor ich mich hier verabschiede werde ich euch endlich noch einige Bilder vergangener Hochzeiten zeigen, die ihr noch nicht kennt und hoffe ihr kommt mich wieder besuchen. 

Kleine Vintage Trauung

Klein aber fein war diese süße und von Vintage angehauchte Trauung im Juni auf der Mettnau bei Radolfzell. Patricia und Patrick gaben sich hier im klitze kleinen Scheffelschlösschen das Ja zueinander und feierten dies anschließend im engen Familienkreis im Strandcafé. Ich durfte diese wunderschönen Momente für die beiden festhalten und bin immer noch hin und weg. Begonnen hatte der Tag mit unserem Brautpaarshooting. Warm war es nicht wirklich, geregnet hat es ein ganz klein wenig und matschig war es auch. Schuhe nass, egal, Hochzeitskleid mit schwarzem Dreckrand egal, dein Zweitkleid Patricia ein Traum und unsere Zeit zusammen - ein riesen Spass.

SOMETHING REALLY SPECIAL FOR ME

My first blogpost this year is no Happy New Year's Post and no Best-of 2015. Better, this one is just for me and the lovely people I met during the last week. 2016 starts for me with the very best time I could have had in that short period of the new year. And because of the awesome people I've met along this "ventures" :) who shared so much with me this post will be in english.

I made a trip to Croatia to explore, to live and to learn. In this country I find a lot of what I'm not but everything who I am. This is where my family lives and from where my mum and dad came from. This is where I loved to be as a child and this is what I'm searching for as an adult. Finally my love, the photography brought me back to this beautiful country and allowed me to meet again. And because of this I had the opportunity to meet my favorite Photographers Marko Marinkovic and Petar Jurica in a way that felt like being at home. I follow them since I have ran into wedding photography and I really love the way they shoot. I was very proud to be a part of sharethejourney.ws and it was a pleasure to meet both in person. I met two friends with two different stories and two unique ways to live photography but with the same important goals to reach. They share all their knowledge and experiance they got along their way of photography whiteout any secrets and help you to build a solid foundation to start your own journey or to improve the track you're already on. But perhaps much more important is that they simultaneously change the community of photographers in Croatia and make them help each other even more than before. Sharing is caring. So you guys did a great job in a very honest and familiar way! Thank you for this great time! So I'm better with pictures that tell much more of the great time I had in Zagreb! They are for you, for us, for everyone.

LOVE LIVE SHOOT

Alles ist notwendig und sinnvoll so wie es ist, also genieße dein Sein im Werden. Lebe Liebe Fotografiere wie du bist. Versuche nicht jemand anders zu sein, vergleiche dich nicht und fotografiere nicht das was du glaubst, das man von dir erwartet. Finde dich und deinen eigenen Weg Fotografie zu leben.

Die Hochzeitssaison war noch nicht rum für mich als ich vor ein paar Wochen den Facebookpost von meinen lieben Kollegen Daniela Reske und Elmar Feuerbacher las. Überhäuft mit Arbeit und einem Berg an Bildbearbeitung vor und hinter mir hatte ich das ganze Jahr kaum Zeit einmal tief Luft zu holen. Und genau das war es, was ich in diesem Moment brauchte, einmal tief luftholen, innehalten, mich selbst hören. Irgendwie war um mich herum alles nur noch laut.

Daniela und Elmar träumen von einem Workshop, der die Fotografie an sich im Wesentlichen streift und dabei genau die Dinge untersucht, die für gute Bilder wichtig sind: es geht um das Menschsein, um dich als Fotograf und um deine Umwelt. Es geht um Psychologie und Kommunikation und darum seiner Kreativität den Raum im Arbeitsalltag zu geben, die sie braucht, um dich als Menschen und als Fotografen zu erfüllen. Mir fehlte was. Was genau mir fehlte konnte ich bis dato nur ahnen.

Was waren das für intensive zwei Tage in Daniela's wunderschönem Atelier in Kirchentellinsfurt und ich war froh hier und Teil einer Gruppe wunderbarer Menschen und Fotografen zu sein. Schnell spürte man, hier kann alles aber nichts muss. In der Runde und in Einzelgesprächen ging es um die Themen, die essenziell für uns als Menschen und als Fotografen sind. Denn Fotografie = Leben. Ich bin fest davon überzeugt, dass man der Fotograf ist, der man als Mensch ist. Diese beiden Seinsformen sind so verbunden, so persönlich, so individuell. Also ging es um die ganz persönlichen menschlichen Aspekte dieses Berufes, um Kunst und Kreativität, um Werte und Eigenschaften, um Liebe und Leidenschaft und um Vertrauen.

"Umwege erhöhen die Ortskenntnisse", auch auf der Reise zu dir selbst. Und da klingelte es gewaltig bei mir. Was für Exkursionen hatte ich mit mir schon unternommen und wäge mich noch lang nicht am Ziel. Doch ein Weg führte mich stetig zu mir. Die Fotografie. Durch sie lerne ich mich selbst besser kennen und außerhalb meiner Komfortzone zu leben. Durch sie bin ich frei und finde meinen eigenen Weg Liebe zu geben. In Form von Erinnerungen. In Bildern.

"Der Vergleich vernichtet die Kreativität." Wir vergleichen uns ständig mit anderen. Auch mit anderen Fotografen. Social Media ist dabei wie eine Sinnflut an Bildern. Im Sekundentakt brennen sie sich auf deine Netzhaut, in dein Gedächtnis und du konsumierst. Du konsumierst die Ästhetik der anderen. Genauso wie wir bestimmte Werte übernehmen, adaptieren wir auch automatisch das was wir ständig sehen. Deswegen wurden im Workshop automatisierte Mechanismen kritisch hinterfragt und für ein eigenes Verständnis von Kunst und Ästhetik plädiert. Ich bekomme es nicht mehr ganz zusammen aber Elmar traf es ganz gut, indem er so oder so ähnlich sagte, dass jeder Mensch einzigartig sei und allein aufgrund seiner Individualität schon nicht in Konkurrenz mit anderen Menschen stehen könne. Und wenn du nur das fotografierst, was du persönlich bist und was dich ausmacht, dann bist du nicht vergleichbar.

Elmar, Fotograf und Philosoph.

Vor zwei Jahren hatte ich für mich mal niedergeschrieben, dass sich, alles was das Menschsein ausmacht, in meiner Fotografie wiederspiegeln soll. Ich möchte Portraits und Reportagen schießen, die authentisch sind und nah. Dabei ging es für mich immer darum die Dinge zu lassen wie sie sind. Und wenn das Hotelzimmer während dem Getting Ready nunmal aussieht wie sau, dann ist es halt so :) Immer wieder ging es um die eigene Definition von Schönheit und im Austausch spürte ich schnell was mir gefehlt hat.

Madleine, Allroundtalent. Künstlerin.

Mich an das zu erinnern, was Fotografie für mich ganz persöhnlich ist. Mich auch während des Alltags immer wieder zu hinterfragen, meine Werte zu kennen, auf Bauchgefühle zu hören und danach zu Leben.

Mariona, Familienfotografin. Natürlichkeit.

"Let it flow" pflegte der Elmar zu sagen und so habe ich den Workshop auch erlebt; in einem fließenden Austausch miteinander. Inspirierend, bestärkend, kreativ, offen, intim und herzlich. Neue Freunde und tolle Kollegen bereichern jetzt mein leben und machten diese zwei Tage so einzigartig. Danke dafür ihr Lieben.

Daniela, Künstlerin. Aus Liebe zu Licht und Schatten.
René, Fotograf. Unkompliziert und lebensnah.
Mario, Fotograf. Authentisch und empathisch.

Back in town

Diese Hochzeitssaison ist wirklich heiß, heißer, super bunt und abwechslungsreich. Erst schien es als würde es die Saison der Schlösser und Bauernhöfe werden aber auf diese kleinen aber feinen Hochzeiten in der Stadt zwischendurch freue ich mich immer wieder sehr, wenn ich denn Kapazität für sie habe. Dieses Shooting habe ich wirklich sehr genossen. Schon als Nicole und Volker bei mir im Büro auf dem Sofa saßen, wusste ich, das wird ne coole Sache, denn back in town shoote ich wirklich am liebsten. Nichts gegen Wälder und Blumen aber in der Stadt ist es einfach auch schön. Hier ein kleiner Auszug für euch.

Über Stock und Nagelfluh

Nun liegt die Hochzeit von Amelie und Benjamin im Oberallgäu schon gut eine Woche zurück und ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich an unser Brautpaarshooting denke. Über Stock und Stein ging es hoch auf den Berg, vorbei an der Alten Eibe von Balderschwang, vorbei am Nagelfluh, vorbei an riesen Schneebrocken auf der Strasse.

Unmögliches machte der liebe Marc Traubel vom HUBERTUS Alpin Lodge & Spa für uns möglich und brachte uns da hoch auf den Berg, damit wir schöne Fotos machen konnten.

Die turbulenten Wetterverhältnisse stetig im Blick warnte er uns vor der ankommenden Regenfront. Wir ergriffen den Rückzug zum nächsten Shooting Spot an einen kleinen Bergteich.

Der Hotelchef höchstpersönlich wollte uns gut gemeint bis vor den Teich chauffieren als es passierte...

The Show must go on!

Während Marc Traubel uns gekonnt zu helfen wusste und mit nachbarschaftlicher Hilfe alles daran setzte das Auto aus diesem "Schlam(m)assel" zu befreien rückten wir die Fliege zurecht, schlüpften in Gummistiefel und zogen unser Shooting durch.

So schnell wie wir da reingeraten sind, waren wir auch schon mit einem Ruck draussen! Weiter ging's von ganz oben nach ganz unten ins Flussbett.

Mit kleinen Zwischenstops:)

Und hier angekommen hatte ich auch noch nie einen so netten Überraschungsmoment beim Sichten meiner Arbeit. Nicht dass der liebe Marc Traubel nur unser top Bergguide war, der uns auch wieder aus dem Schlamassel zog, nein, er war auch spontan mein super Assistent da oben, der auch noch gekonnt Making Of Bilder schoss, (ohne dass ich es mitbekam) als ich ihn bat, meine zweite Kamera zu halten, damit ich mich ins Flussbett legen kann :)

Hammer, echt! Ich bin immer noch begeistert von unserm Brautpaarshooting, es hat so Spass gemacht, mit so einem tollen Team, hach ... Alles in allem muss ich sagen, dass ich im Hotel Hubertus ein tolles Brautpaar fotografieren durfte und ich die freundliche und herzliche Atmosphäre dort sehr genossen habe! Vielen Dank ihr Lieben! Bald gibt's Post von mir:)

rosa blaue Luftballons ...

Hast du etwas Zeit für mich, dann schiesse ich ein Bild für dich, mit rosa blauen Luftballons, auf ihrem Weg zum Liebesglück ....

Denkst du vielleicht grad an mich, dann singe ich ein Lied für dich, von rosa blauen Luftballons und dass Liebe vom Herzen kommt ... düp dü düp düp düp ...

Rosa blaue Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont, hielt ich fest für die Lieben hier, darum seht her wie schön es war!

Bald schieße ich wieder Bilder, seh die Liebe wieder siegen, hab nen Luftballon gefunden, denk an euch und lass ihn fliegen.

Saisonstart - brrrr... - war kalt aber schöööön!

Hm, es hat schon Vorteile im Winter zu heiraten! Man muss nicht schon Jahre vorher nach einer geeigneten Location suchen, die Regenwarscheinlichkeit geht gegen Null, Schnee ist erwünscht, kommt aber leider nicht auf Kommando und die meisten Hochzeitsfotografen haben auch kurzfristig Zeit :)

Der kalte Wind pfiff uns nur so um die Ohren aber um nichts auf der Welt hätte ich diesen Moment und die Zeit mit Veronika und Matthias missen wollen! Tapfer, weil sie sich der Kälte für ihr Shooting aussetzten, obwohl sie erst kürzlich aus Brasilien nach Deutschland gezogen sind, perfekt vorbereitet, weil tolle Trauzeugen mit heißem Tee, fröhlich und entpannt, weil kälter konnts nicht werden ;)

Ihr Lieben, das ist ein kleiner Sneak Peek für euch. Danke für diesen herrlich kalten und unglaublich herzlichen Saisonauftakt!

Mein Best of 2014

Wow! Was war das für ein Jahr letzes Jahr!

Nach einem Kurztrip mit meinem Liebsten an die ligurische Küste im Juni erlebten wir eine mittelalterliche Liebesgeschichte par excellence. Es folgten kleinere und größere Lovestories, die ich hautnah miterleben durfte. Verfolgt vom Regen im Juli gab es die ein oder andere Herausforderung, die es zu meistern galt und ich war jedesmal auf's neue davon begeistert wie unglaublich locker und gelassen ihr dem Wetter den Rücken zu gekehrt habt :) Im August startete dann ein kleiner Hochzeitsmarathon mit sechs Hochzeiten in einem Monat und im September näherte ich mich mit brennender Kamera meinem vorersten Ziel :)

Hier habe ich euch einige meiner Lieblingsmomente zusammengefasst, wobei ich hier die Qual der Wahl hatte und gerade selbst auf ein kleine Reise von euch ins letzte Jahr mitgenommen wurde.

Zurück in der Zukunft möchte ich aber in erster Linie DANKE sagen! Danke für Euer Vertrauen und die vielen unvergessliche Momente mit euch im letzten Jahr! Ich bin dankbar für jede neue Erfahrung die ich machen durfte und ich bin glücklich, dass tun zu dürfen was ich am besten kann und was ich von Herzen liebe! Danke auch an Euch lieben, die ich schon kennenlernen durfte! Ich freue mich auf euch und auf dieses Jahr!!! Let's rock 2015!

Mein Auge, mein Stil, meine Kunst

Was seht ihr wenn ihr Tag ein Tag aus zur Arbeit geht, Eure Kinder in die Schule bringt, schnell den Einkauf erledigt oder Spazieren geht, versunken in Euren Alltag, verloren in Euren Gedanken, gehetzt vom bevorstehenden Tag? Wie nehmt ihr die Menschen wahr, die euch begegnen?

Das Fotografieren vor der Haustüre, dort wo unser unmittelbares Leben stattfindet, hat mich gelehrt zu sehen wie ich sehe und zu fühlen was ich fotografiere.

Der Blogger und Fotograf Ben Hammer hat es dieses Jahr in einem Feature über mich in seinem Onlinemagazin sehr schön ausgedrückt: "Streetphotography! Die Kunst aus dem Alltäglichen etwas ganz Besonderes zu machen. Was in unseren Augen und in der Hektik des Alltags verloren geht, wird von Menschen wie Ines Njers für immer festgehalten. Augenblicke, die für die meisten von uns eigentlich nie stattgefunden haben, werden von ihr zu Kunst gemacht."

Mit Hilfe meiner Kamera beobachte ich und halte die Wirklichkeit fest ohne an ihr herumzumanipulieren. Dabei lasse ich meine Umgebung auf mich wirken. Der Mensch, Schatten, Licht, Farbe, die Form; alles fügt sich, gebunden an Raum und Zeit, in einem entscheidenden Augenblick zusammen und wird eins. Eine Harmonie entsteht und verschwindet im Bruchteil einer Sekunde wieder mit dem nächsten Atemzug.

Auch an Eurem Tag will ich versuchen das Besondere zu sehen und es für Euch festzuhalten. Was ihr nicht sehen könnt, weil ihr überflutet werdet von Emotionen und Eindrücken, versuche ich für euch sichtbar zu machen.

Wie die Streetfotografie in den Stil meiner Hochzeitsreportagen einfließt seht ihr jetzt. Die folgenden Beispiele zeigen immer erst eine freie Arbeit von mir im Vergleich zu einem Bild, das im Rahmen von Hochzeiten dieser Saison entstanden ist.

Wir gehen nie ohne Schatten, er hat Substanz, er ist unabhängig von uns, ist immer vorhanden und zeigt sich im Licht.

"Die Geometrie ist für die Bildenden Künste, was die Grammatik für die Dichtkunst ist."                                                                               Guilliaume Apollinaire
In der Fotografie geht es um Licht und um Komposition. Henri Cartier Bresson betonte, dass es in jedem Geschehen einen Moment gebe, "in dem die Elemente der Bewegung einen Zustand des Gleichgewichts erreichen."
Licht ist nicht nur da, du musst es sehen und in ein Gefühl umwandeln.
Dabei hat die Geometrie einen so großen Stellenwert, da ohne sie ein Bild gestaltlos und formlos wäre. Das Auge des Betrachters will Linien folgen und in Formen verweilen, die das Licht und die Struktur der Umwelt malen.


"Street Photography is like a box of chocolates. You never know what you're gonna get."
                                                                                                        Thomas Leuthardt

Ich kann nicht voraussehen was ich sehen werde. Und auch Eure Hochzeit ist wie eine Schachtel Pralinen; Ich weis nie was ich tatsächlich bekommen werde. Auf mich prasseln genauso viele Eindrücke ein wie auf euch, doch ich versuche Elemente, wenn sie auf besondere Weise zusammentreffen, einzufangen.

"Wir erleben eine Fotografie ähnlich wie ein Gemälde, das heißt in ihrer Gesamtheit und auf einen Blick. Komposition ist das Resultat einer simultanen Verbindung, einer organischen Abstimmung von Elementen, die das Auge wahrgenommen hat."
                                                                                                            Henri Cartier-Bresson

Mag sein, dass ihr euch fragt, was das nun mit Hochzeitsfotografie zu tun hat. Für mich sehr viel. Denn am Ende geht es in der Fotografie um die Wahrnehmung, um deine Art zu sehen und in welcher Beziehung du als Mensch und als Fotograf zu deiner Welt stehst. 

After Wedding Shoot

Ich konnte es nicht fassen als mich Claudi anrief während ich im Auto nach Dettingen saß (bei strahlendem Sonnenschein) und entsetzt verkündete, dass es an unserer Shootinglocation in Strömen regnete! Hey ich war keine 2 Kilometer Luftlinie entfernt! Kacke, dacht ich nur und in dem Moment entleerte sich der Himmel auch über mir als hätte er es diesen Sommer noch nie getan;) Knapp zwei Monate nach Ihrer Hochzeit wollten wir es nun endlich steigen lassen, unser AfterWeddingShooting. Immer wieder machte uns Mutter Natur einen Strich durch die Rechnung, so dass wir den Termin ständig aufschoben. Und so standen wir jetzt da, Auto neben Auto, im Wald, die Fenster jeder nur einen Spalt geöffnet, uns zunickend, weil der Regen in Kurven runter zu kommen schien. Schnell einen Plan B geschmiedet machten wir uns auf den Weg ins Wohnzimmer und hofften auf offene Türen und wurden nicht enttäuscht! Vielen Dank an dieser Stelle! Und so wurde nicht lange gefackelt. Hier ein kleiner Ausschnitt vom Shooting. In meiner Gallerie findet ihr bald mehr.

Und weil es doch nicht sein kann, dass wir soviel Pech haben, kam kurz darauf schon die Sonne heraus und wir machten noch einen Abstecher ins Wollmatinder Ried. Hach wie romantisch, Sonnenuntergang, Rinder, eine Libelle und Nacktschnecken in der Wiese:)


In Konstanz heiratet es sich einfach schön!

Unsere Altstadt, der See, das schöne Standesamt haben einfach Ihren Charme und lockten auch Sandra und Steffen aus Stuttgart zum Heiraten her! Ohne viel Tam Tam abder dafür mit viel Herz gaben sich die beiden das Ja-Wort und ich wartete gespannt vorm Standesamt und nahm die beiden mit zu einem kleinen Photo-Walk durch die Stadt. Hier ein paar Ausschnitte für Euch:)

Unser Weg führte uns einmal zum Münster und vom Münster durch die Theatergasse zum Steigenberger Inselhotel, wo die beiden mit einem Sektempfang begrüßt und von ihren Lieben beglückwünscht wurden.

Super nett war auch ein Kellner des Hotels, der uns den Zugang zu diesem kleinen Steg aufschloss, damit wir dieses romantische Foto schießen konnten:)

Was für eine Location zum Fotos machen!

Vielen lieben Dank ihr Beiden! Es hat richtig Spass gemacht mit Euch!

Ich wünsche Euch für Eure Zukunft alles Liebe und Gute :)

Und es regnete und regnete und regnete...

...und wollte einfach nicht aufhören. Dabei heiratete ein ganz tolles Paar und liebe Bekannte! Was fällt dem Himmel da nur ein zu schütten wie aus Eimern! Scheiß egal! Claudi und Arndt strahlten über beide Ohren, die kleine Zeremonie fand kurzer Hand auf mini Stühlen in der Scheune statt und die Tauben schafften es trotz schweren Regentropfen in die Luft und gefeiert wurde mit diesem großartigen Freundeskreis sowieso bis tief in die Nacht!

Und genau vor einem Jahr fing alles an! Letzes Jahr fotografierte ich meine erste offizielle Hochzeit und Claudi sang für ihre Freunde Ela & Benny und begleitete sich dabei auf ihrer Gitarre. Ein Jahr später auf den Tag genau ist sie selber die Braut! Und was für eine wunder Schöne!

Liebe Claudi, so geil, dass du trotz Regen Lust auf unser kurzes Shooting hattest! Oooh und Euer Brautpaarshooting folgt erst noch, was freu ich mich darauf, tja, das Beste kommt eben oft zum Schluss.

Das Unvorhersehbare sehen

Da hinten fernab von der Trauung, dunkel, schwarz, weiß, Licht, ich sehe ihn sitzen. Die Türe öffnet sich mit jedem Schritt, den ich auf ihn zu mache ein bischen weiter und lässt das Licht herein, das ich brauche um das was ich sehe festzuhalten, am liebsten für immer.

Wir schließen die Augen, schlafen, sehen. Der Tag bricht heran, lässt uns das was wir sehen erleben.

Ins Dunkel führst du mich an meiner Hand und trotzdem sehe ich wohin wir gehen.

 "Ich zôch mir einen valken   mêre danne ein jâr."

"Der vornehme Liebende schätzt Liebesgeschichten.

Wer nun also nach einer solchen Erzählung sucht,

der braucht nicht weiter als bis hierhin zu gehen.

Ich will ihm in rechter Weise berichten von vornehmenden Liebenden,

an denen sich vollkommene Leidenschaft bewies:

ein Liebender, eine Liebende,

ein Mann, eine Frau, eine Frau, ein Mann,"

Frank, Nicole, Nicole, Frank.

Aus dem Prolog von Gottfried von Straßburgs "Tristan".

Eine Liebesgeschichte trug sich auch knapp 800 Jahre später auf der Burg Hornstein zu. Die edlen Liebenden Nicole und Frank luden zum Fest. Was sich dort zugetragen, wie gefeiert, gelacht und geheiratet wurde, dass soll hier bald zur Freude aller Herzen und jener Welt, in die mein Herz blicken durfte, erzählt werden.

Etwas ganz Besonderes...

...war die Hochzeit am 02.Mai von Ulrike und Wolfram. Im März erhielt ich eine nette E-mail von den beiden, in der sie schrieben, dass sie nur in ganz kleinem Kreis heiraten werden, nämlich nur zu Zweit! Das hörte sich alles sehr romantisch und persönlich an und so war es klar, dass es auch für mich etwas ganz Besonderes sein würde, diese intime Trauung festzuhalten.

Liebe, Wind und Regen lagen vergangenen Oktober in der Luft, als ich meine letzte Hochzeit fotografierte und auch meine erste Hochzeit in dieser Saison wurde von diesen Begleitern getragen. So konnten wir uns entspannt zurücklehnen als wir beim anschließenden Brautpaarshooting zunächst vom Regen verschont blieben und die letzten Fotos im Kreuzgang des Steigenberger Inselhotels machten und lachen mussten als selbst der Gärtner im Innenhof mit den Wassermassen im Brunnen zu kämpfen hatte oder einfach nur mit aufs Bild wollte:)

Ganz herzlich war auch Ulrikes und Wolframs Einladung auf ein Glas Wein nach unserm Shooting, wo wir alle drei glücklich nach draußen sahen und man spürte, dass die Liebe auch kein Wind und kein Regen ausbremsen kann!

Eure Gäste sind großartig!

Jeder Moment hat seinen Ort in Raum und Zeit und hält seine Geschichte bereit. Der "entscheidende Augenblick" dabei ist der, der diesen besonderen Moment zum Ausdruck bringt. Für Henri Cariter-Bresson bestand die Fotografie "im gleichzeitigen blitzschnellen Erkennen einer inneren Bedeutung einer Tatsache einerseits" und andererseits wusste er genau wie man kompositorisch jene Tatsache zum Ausdruck bringt. Immer wenn ich mit meiner Kamera durch die Stadt ziehe überkommt mich ein ganz besonderes Gefühl einer inneren Unruhe, ja einer Aufregung, die getrieben ist von Neugier. Indem ich mich langsam durch die Straßen bewege, entdecke ich mich selbst und gleichzeitig die Außenwelt, die auf mich einwirkt und auf die ich einwirke. Ich passe mich dem Rythmus meiner Umwelt an und werde eins mit den Menschen, bin unter ihnen, bin wie sie, bin ein Teil von ihnen. Und doch beobachte ich sie. Manchmal bin ich ihnen so nah, dass ich es fühlen kann. Diese innere und äußere Welt gilt es in ein Gleichgewicht zu bringen und die Mitte davon, den Kern einer Szene versuche ich dann sichtbar werden zu lassen.

Auch Eure Hochzeit ist ein Ereignis, gebunden an Zeit und Raum. Die Menschen die diesen Ort mit Leben füllen seid Ihr und Eure Gäste. Wann kommen so schnell wieder so viele liebe und wichtige Menschen aus eurer "beider" Leben zusammen und feiern mit Euch ein unvergessliches Fest? Da sind einzigartige Konstellationen und Momente vorprogrammiert! Freunde, Familie, Groß und Klein, Alt und Jung, alle sind sie wegen Euch da und ich bin da, um Euch zu zeigen wie sehr sie sich mit euch freuen. Euer Tag hält so viele kleine Geschichten bereit, man muss sie nur erkennen.

Ja, ich will.

Nach "Verliebt, Verlobt, Verheiratet" hab ich diesen Samstag auch der Hochzeitsmesse in Friedrichshafen einen kurzen Besuch abgestattet. Da ich ja ürsprünglich von der anderen Seeseite komme, ließ sich das super mit einem spontanan Heimatbesuch verbinden. So schlenderte ich gemütlich durch die Halle als mich plötzlich eine Frauenstimme von links ansprach: "Sie sind doch Ines. Ines Njers." Total perplex und mich wundernd, blickte ich die fremde Frau an. Ratter, ratter, ratter.... Ahhhh, jetzt hat ichs. Da lief ich doch glatt der Freien Trauerin von meinem ersten Brautpaar Ela&Benny quasi in die Arme. Das Wiedersehen war lustig und herzlich. Da präsentierte mir die Friederike Delong gleich einige meiner Bilder, die sie auf Ihrem Messestand aktuell ausstellt. Eines davon könnt ihr in der Slideshow unten sehen. Wer weis, vielleicht trauen und fotografieren wir ja bald mal wieder auf der selben Hochzeit:)

Was ich aber selber ganz herz-aller-liebst fand waren die zuckersüssen Sweet Tables von "Nanette". Hier spürt man Maikes Liebe zum Detail und die Freude am dekorieren. Die Hütte, die ihr auf den Fotos seht gehört zum Berghotel "Jägerhof" im Allgäu.

"Verliebt Verlobt Verheiratet"

Hochzeitsmesse 2013 auf der Insel Mainau

"Verliebt Verlobt Verheiratet" und "All you need is love". Na ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht:) Wo und wie lassen wir uns trauen, wo feiern wir, wie sehen wir an unserem Hochzeitstag aus, was ist Brauch, und vor allem, wer hilft uns dabei??? Will man sein Fest groß feiern, gleicht so eine Hochzeitsplanung schnell mal einer logistischen Mammut-Aufgabe. Hier brachte die diesjährige Hochzeitsmesse auf der Insel Mainau Licht ins Dunkel und Farben ins Spiel. So Vielfältig wie die Austeller waren auch Ihre Angebote. Von Hochzeitsringen bis zur traumhaften Hochzeitsreise konnten sich die Pärchen einen Überblick verschaffen. Es wurde Händchen gehalten, gelacht, geguckt, probiert und in der Musiker Lounge schon das ein oder andere Tanzbein geschwungen. Für mich selbst war es meine erste Hochzeitsmesse. Ich habe viele Hände geschüttelt und nette Bekanntschaften gemacht. Meine liebe Kollegin und Stylistin Sara Burkhardt von hair&faces und ich haben uns eine Weile gemeinsam von den vielen Eindrücken mitreissen lassen.

Sara (rechts) und ich links :)

Mit meiner Kamera bin ich über die Messe gezogen und habe ein paar Eindrücke festgehalten, die ich mit euch teilen möchte. Das große Finale dieses aufregenden Sonntagnachmittags war die Brautmodenschau. Da es doch mehr als zwei oder drei Bilder geworden sind, hab ich sie euch in die Slideshow weiter unten gepackt.

Eine gute Orientierungshilfe und quasi Hochzeitsguide für unsere Region ist das Hochzeitsmagazin 2014/14 "Zauberhafte Momente".

Hier hab ich noch ein paar Links für euch zu Kolleginnen und Kollegen aus der Branche, die ich unter anderem auf der Messe kennen gelernt habe:

Sara Burkhardt Friseurmeisterin & Dipl. Visagistin ist Spezalistin in Punkto Hochzeitsfrisuren und Make Up.

Ein sehr zu empfehlendes und leckeres Catering bekommt ihr vom Catering Konstanz.

Einmal Prinzessin sein. Brautkleider von der Brautgalerie Geli Bartler.

Trauringe von "Die Zwei"

Wunderschöne Schnittblumen bekommt ihr auf http://www.haselberger-schnittblumen.de

Musikalische Unterhaltung von Saxophonist Christian Bolz

Wunderschöne Tischdekorationen gab es von der Insel Mainau und vom Nadelöhr in Ostrach.

weitere links: www.markosmagic.de; www.christianehaller.de; www.happy-motion.de

Ich freu mich !!!

Gerade kam ich nach Hause und mein alltäglicher Handgriff, bevor ich weiter zur Eingangstüre schreite, führt zu meinem Briefkasten. Es gibt Tage, da höre ich mich sagen: "Keine Post ist die beste Post ;)" aber heute hatte ich sofort ein Grinsen im Gesicht als ich Ela und Benny's Karte im dunklen Fach liegen sah. Wie schön! Als ich den Brief öffnete entglitt mir noch im Aufzug ein lautes Lachen! Meine Freunde wissen jeztzt bestimmt wie laut:) Die Freude war riesig! Im Umschlag drin: Eine wunderschöne Dankeskarte und herzliche Worte von Ela und Benny für mich und Jerome (der nicht nur der Mensch an meiner Seite ist, sondern an diesem Tag auch mein tapferer Assistenst war).

UND ein Foto von mir, wie ich glücklich und zufrieden grinsend nach getaner Arbeit mein Radler genieße. Ist das schööön, damit habt Ihr mir eine riesen Freude gemacht! Oh man das lässt grad den ganzen Tag wieder aufleben! Und was mir auffällt: Nun merk ich selber wie toll es ist auch ein Foto von einem wunderschönen und wichtigen Tag zu bekommen, denn immerhin war dies auch mein erster Job als Hochzeitsfotografin! Boa und die Freude ist sooo groß, dass man jetzt so ne kleine aber wichtige Erinnerung hat.

Und jetzt frag ich mich aber auch: Wer hat nochmal dieses Foto gemacht? :) Lieber Fotograf: "Vielen Dank für diesen netten Erinnerungsschnappschuss, ich werde Ihn in Ehren halten." In diesem Sinne noch einmal viele liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön an euch und auch an eure tollen Gäste!